Antifaschismus einst und heute

7. Februar 2010 | Von mitarbeiter2@volks-initiative.info | Kategorie: Aktuelles

Der Begriff des Antifaschismus wurde leider einem teilweisen Bedeutungswandel unterworfen. Einem Bedeutungswandel, der beleidigend für all jene tapferen Antifaschisten und Antifaschistinnen ist, welche- und hier ist dieses Wort wirklich angebracht- heroisch gegen den Nazismus und Hitler gekämpft haben.

Es muss bedauerlicherweise festgestellt werden: Pseudolinke Grüppchen haben den Begriff okkupiert, was dazu führt, dass manche Cliquen von gewalttätigen Chaoten es sich heutzutage in einem Akt historischer Frechheit nahezu unwidersprochen anmaßen dürfen, sich selbst als Antifaschisten zu bezeichnen. Es ist aber, und das muss einmal ganz klar festgestellt werden, nicht antifaschistisch, Demos und andere Untaten der Neonazis zum Anlass für Randale zu nehmen.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Durch solche sinnlosen Aktionen wird das Anliegen aller ehrlichen Antifaschisten in der Öffentlichkeit massivst diskreditiert. Somit betreiben diese Chaoten objektiv betrachtet, wenn auch vermutlich größtenteils unbewusst, das politische Geschäft der Neonazis und auch all jener reaktionären Kräfte, welche alles Linke diskreditiert sehen möchten. Sie agieren als deren nützliche Idioten. Und Nazis und Reaktionären propagandistisch zu nutzen: Das ist wahrlich nichts, was die Bezeichnung Antifaschismus verdient!

Der Fehler der linken Bewegungen in ihrer Gesamtheit besteht darin, sich noch nicht radikal genug von den gewaltbereiten, wenn nicht gar gewaltgeilen, Chaoten zu distanzieren. Eine geradezu unfassbare Dummheit, denn sie schaden sich damit nur selber. Der grundlegende Fehler liegt darin, den Chaoten zugute zu halten, sie seien ja wenigstens “Antifaschisten”. Eine, wie oben dargelegt, fatale Fehleinschätzung, von welcher es sich nachhaltig zu emanzipieren gilt. Es kann den Chaoten ja noch nicht einmal, frei nach Goethe, zugute gehalten werden, eine Kraft zu sein, welche das Gute will und stets das Böse schafft. Denn um das Gute, den Antifaschismus, geht es ihnen wie angemerkt gar nicht, sondern nur um Anlässe für Randale.

Es lässt sich zusammen fassen: Antifaschismus bedeutet nicht, alles was einem nicht passt als faschistisch zu diffamieren. Schon gar nicht bedeutet Antifaschismus, Linke und Kapitalismuskritiker als Faschisten zu bezeichnen. Antifaschismus bedeutet nicht, gegen Castoren oder für den Schutz der Kröten zu demonstrieren. Und Antifaschismus kann logischerweise auch nicht bedeuten, den Antifaschismus als Vorwand für Randale zu missbrauchen und ihn somit öffentlich in Verruf zu bringen.

Antifaschismus bedeutet, sich gegen wirkliche Neonazis und Rassisten zu engagieren, und das auf einen Art und Weise, welche der jeweiligen gesellschaftlichen Lage angemessen ist. Und das kann heute nur bedeuten: Keinerlei Randale und kein peinliches Pseudo-Revoluzzertum, welches pubertären Trotz mit einer echten antifaschistischen Einstellung verwechselt.

Die den Antifaschismus verhöhnenden pseudolinken Spottgeburten aus Randalismo, pubertärer Trotzigkeit und infantiler Zerstörungswut müssen ausgegrenzt und überwunden werden.

Denn so, wie es gelten muss, sich auf die tradierten Kernthemen der Arbeiterbewegung zu besinnen und die Nebenwidersprüche-Hysterie der 68er zu überwinden, so muss es gelten, wahren und volksnahen Antifaschismus zu betreiben – gegen das reale braune Gelichter, nicht gegen alles, was dem prototypischen Alt-68er und seinen Epigonen sowie pseudolinken Jüngelchen nicht gefällt!

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