Lafo-Rücktritt: Quo Vadis, Parteienspektrum?
24. Januar 2010 | Von mitarbeiter2@volks-initiative.info | Kategorie: AktuellesDer Rücktritt Oskar Lafontaines macht, wie auch die Ankündigung Merkels, die CDU für neue Wählergruppen öffnen zu wollen, den eskalierenden Verfall des Parteienspektrums deutlich.

Bedingt durch den Weggang Lafontaines wird sich die Linkspartei nun aller Voraussicht nach weiter in eine libertäre, pseudo-linke Richtung entwickeln und sich noch weiter von der lohnabhängigen Masse der Bevölkerung und ihren ökonomischen Interessen entfremden. Sie wird also innerorganisatorisch den schweren historischen Fehler der 68-Bewegung nachvollziehen und tradierten Kernthemen der Arbeiterbewegung zugunsten einer allgemeinen Libertinage und von Nebenthemen vernachlässigen.
Auch die CDU unter Merkel dürfte sich weiter zur Kenntlichkeit entstellen und konservative Werte wie Tradition und Heimatliebe zunehmend auch offiziell über Bord werfen, da diese den Profitbedürfnissen des unsozialen Finanzkapitales im Wege stehen.
In diesem Kontext ist anzumerken, dass 68er-mässige Libertinage dem durch die Amerikanisierung global forcierten Raubtier- und Heuschreckenkapitalismus nicht widerspricht, ganz im Gegenteil. Sie stellt vielmehr einen integralen Bestandteil dieses Raubtierkapitalismus dar.
Aus diesem Phänomen der Mutation der etablierten Parteien – und ja, die “Links”partei kann man im Prinzip schon als etabliert betrachten – lässt sich der Rückschluss ziehen, wie wichtig es ist, dass sich die noch verbliebenen echten, in der Tradition der Arbeiterbewegung verwurzelten Linken und aufrichtige Wertkonservative inner- und außerhalb der politischen Parteien verstärkt koordinieren, um einen neuen Totalitarismus, welcher diesmal im libertären Mäntelchen daherkommt, zu verhindern.

Und Nein- ein libertärer Totalitarismus stellt keinen Widerspruch in sich dar, würde der libertäre Anarchokapitalismus doch eine Gesellschaft herbeiführen, in der alle frei wären – frei, in gnadenloser Konkurrenz zueinander zu stehen, wobei die Schwachen und die Anständigen auf der Strecke bleiben, und die Brutalsten und Gierigsten über sie triumphieren würden! Die Freiheiten des libertären Totalitarismus ständen für die große Mehrheit der Bevölkerung nur auf dem Papier.
Das Fazit kann also nur lauten: Umso offener sogenannte linke Parteien die Überlieferungen der Arbeiterbewegung verraten, umso deutlicher die angeblichen Konservativen sich dem Profitinteressen des libertären Raubtierkapitalismus unterwerfen und sich selbst ad absurdum führen, desto nötiger ist es, sich wieder auf die klassischen Themen der Arbeiterbewegung zu besinnen und Heimat und Sozial- sowie Nationalstaatlichkeit entschlossen gegen Angriffe von Finanzheuschrecken und Raubtierkapitalisten zu verteidigen – und desto notwendiger werden Projekte wie die Volksinitiative!






