Hochspannende Konferenz
23. Dezember 2009 | Von juergenelsaesser | Kategorie: MitmachenBericht von der 2. Geopolitischen Konferenz in Gera
Zu dieser Konferenz, am 20.12.2009 veranstaltet vom Infonetzwerk Gera mit Unterstützung von Nuoviso, Volksinitiative, Neue Mitte und anderen, hat unser Mitstreiter Kai Homilius einen Teilnehmerbericht geschrieben.
| Der für den 20. Dezember annoncierte “2. Geopolitische Kongress” musste vom Geraer Volkshaus in die Gaststätte an der Heinrichsbrücke umziehen, relativ kurzfristig, wie das eben so ist, wenn man sich plötzlich einer von den Medien inszenierten öffentlichen Hetzkampagne ausgesetzt sieht, angefangen damit hatte die sogenannte Geraer “antifa” und fand “willige Vollstrecker” in der Thüringer Allgemeinen.
Daher die nächste Meldung vorweg: Auf dem Kongress selbst blieb es ruhig, keine “Störer” oder sonstige Raufbolde ließen sich blicken. In Gera war es auch tagsüber um die 10 Grad minus, offensichtlich zu kalt. Nun zum Kongress selbst, der auch bei Jürgen Elsässer besprochen ist. Er war ein voller Erfolg. Hielt das, was er versprach. Selten erlebt man so eine geballte Kompetenz. Jeder Beitrag war ein Gewinn für die Teilnehmer, von denen offensichtlich viele das erste Mal dabei waren. Insofern fällt es schwer, ein Ranking der Beiträge aufzustellen. Ich fand am besten den von Jürgen Elsässer, weil der am politischsten war und ein sehr brisantes Thema ansprach: Die Kriegsvorbreitung auf den Iran. Liebe Leute, dort unten wird’s ernst, die nächsten Monate könnten entscheidend sein, auch weil unser Kriegsnobelpreisträger Obama 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken will, bekanntlich ein Nachbarstaat vom Iran. Während Elsässer ausführlich aus seinem und über das Buch über den Iran: Iran – Fakten gegen westliche Propaganda referierte, ging er dann noch drüber hinaus und verdeutlichte, dass die dort aufgezeigte Entwicklung inzwischen an Fahrt aufgenommen hat. Jetzt mischen sogar die Franzosen, also Europäer bei der unmittelbaren Kriegsvorbereitung mit. Wenn es um Kriegslügen geht, ist Jürgen Elsässer sozusagen Experte, beschäftigt er sich doch seit minndestens 15 Jahren mit der medialen Vorbereitung von Kriegen: Er wandelte den berühmten Satz “Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit” um in “Die Wahrheit stirbt schon lange vor dem Krieg”. Insofern befinden wir uns wohl schon mitten im Krieg, bloß noch nicht in seiner heißen Phase. Es wird so dreist gelogen, dass sich die Balken biegen: “Ahmedinedschad, der neue Hitler”, “Der Iran besitzt Massenvernichtungswaffen”, “Der Iran bastelt heimlich an einem eigenem Atomprogramm” usw. Nichts davon ist wahr: Weder hat Ahmedinedschad behauptet, dass Israel von der Landkarte zu tilgen sei, er sagte: Das REGIME, welches dort in Jerusalem heute herrscht wird in der Zukunft dem Untergang geweiht sein – das hört sich vielmehr nach einer Prophezeihung an und meint dann auch eher das herrschende Regime dort, welches tatgtäglich Völker- und Menschenrechtsverletzungen begeht, noch bastelt der Iran “heimlich” an einem Atomprogramm, ein fundierter Bericht aller 16 US-Geheimdienste konstatierte schon 2007, dass der Iran ein solches AUFGEGEBEN habe. Es wird also ernst, besorgt schauen wir nach Persien und seinen Nachbarn, bald könnte die ganze Region brennen, der Gründe gibt es für gewisse Kreise genug. Ein Grund hat mit Öl zu tun – Nabucco, die Ölpipeline, die durch 8 Länder der Region gebaut werden soll und noch keinen Lieferanten hat. Bisher möchte keiner diese Leitung mit Öl oder Gas befüllen. Ein “anderer” Iran könnte es. Auch lesen wir mit großer Sorge über sogenannte Kommandoaktionen. Die zugehörigen Special Forces operieren immer noch am Oberbefehlshaber des USCENTCOM und wahrscheinlich auch am US-Präsidenten vorbei. Es existiert seit 9/11 eine Parallelstruktur im US-Militär. Oder anders ausgedrückt der amtierende US-Präsident ist nicht mehr der alleinige Oberbefehlshaber der US-Armeen. Zwar wechselte Obama den für die Special Forces zuständigen General aus, konnte diesen aber keinesfalls abservieren. Er bekam ein neues Oberkommando – ausgerechnet in Afghanistan. Eine weitere positive Überraschung auf dem Treffen war Andreas Claus, der obwohl er immer wieder betonte, dass er wenig Lust verspüre, darüber zu reden, wirklich hochklassig über Finanzen, Geld, Banken etc. referierte. Sein eigentliches Thema war jedoch die Schaffung von autarken Systemen, von unabhängigen Kreisläufen, damit man nicht von “denen” abhängig ist. Hochinteressant und sehr aktuell und in D. inzwischen an mehreren Orten praktiziert. Christoph R. Hörstel machte tatsächlich einen Parforceritt durch die deutsche Innen- und Außenpolitik, wobei der Teil über die Außenpolitik am stärksten war und als aktuellen Bezug mit der sogenannten Kunduz-Affäre Afghanistan hatte. Hörstel: “Es könne kein Minister der alten und der aktuellen Regierung sagen, er hätte nichts gewusst.” Einmal wöchentlich würden alle Ministerien von den dt. Geheimdiensten gebrieft. Also wusste auch Steinmeier frühzeitig darüber Bescheid, dass in Kunduz unverhältnismäßig viele zivile Opfer zu beklagen seien. “Oberst Klein gehört in den Knast!” Ein wichtiger und ebenso bedrückender Beitrag war der von Frieder Wagner, dessen Film “Deadly Dust – Todesstaub” gezeigt wurde, im Anschluss dessen Wagner eine aufrüttelnde und wahre Rede über den Kriegsnobelpreisträger Obama hielt. Dass dieser Abend mit einer Diskussion endete und dem Wunsch, sich bald wieder zu treffen und auszutauschen, rundete die ganze Sache hervorragend ab. Quelle: www.kai-homilius-verlag.de Weitere Informationen und Videos: |






